Stoanernen Mandln

Veröffentlicht von Christina Pircher am

Heute nimm ich dich mit zu den Stoanernen Mandln in Mölten. Es ist keine anspruchsvolle Wanderung. Jedoch wunderschön, weil du in eine andere Welt versetzt wirst. Die Stoanernen Mandln sind eben etwas besonderes. Dabei wirst du auch noch mit einer wunderschönen Aussicht belohnt. Denn du siehst die Dolomiten, die Sarntaler Alpen, Ifinger, sowie die Ultner Berge und die Texelgruppe. Damit nicht genug, kommst du zu einer besonderen Kultstätte, die Stoanernen Mandlen. Noch heute kannst du die besondere Kraft spüren, die zwischen den aufgestellten Männern gibt. Ob es Hexenkult war oder aus der Keltenzeit stammt, kann bis heute nicht festgestellt werden. Ebenso können die Stoanernen Mandlen als Wegweiser gedient haben oder den Hirten war es langweilig beim Hüten der Kühe.

Das kann ich leider nicht klären, aber es ist eine besondere Wanderung für mich. Vielleicht bin ich ja auch eine Hexe und spüre dort noch Wissenswerte für die heutige Zeit. Bisher war ich einige Mal dort, ob ich eine Rundwanderung machte oder nur zu den Stoanernen Mandlen wanderte. 

Schermoos – Möltner Kaser – Stoanerne Mandlen – Jenesiener Jöchl Alm – Schermoos

Heute mal die einfache Route: Schermoos, Möltner Kaser, Stoanerne Mandlen zurück zur Kaser und dann weiter zur Jenesiener Jöchl Alm um dann wieder zurück nach Schermoos zu kommen.

Einfach eine wunderschöne Wanderung im schönen Südtirol.

Damit du weitere Informationen bekommst, schau dir doch mal die unten angeführte Seite an. Du findest im Internet genug Wissenswerte über die Stoanernen Mandln.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.sarntal.org zu laden.

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Ich möchte dir hier aber diese Wanderung mit meinen Worten erzählen, denn für mich ist es das Eintauchen in eine mystische Welt.

Mein Start ist Meran. Dieses Mal fahre ich mit dem Auto über Hafling, Vöran nach Mölten. Kurz vorher biege ich links ab und fahre bis Schermoos. Hier findest du einen Parkplatz, dieser ist kostenpflichtig. Jedoch ist es ein geeigneter Punkt, um die Wanderung zu beginnen.

Manchmal benütze ich auch den Bus. Dieser gibt mir die Möglichkeit, eine Rundwanderung zu machen. Oder du kannst die Seilbahn nach Mölten nehmen und von dort aus geht ein Shuttlebus nach Schermoos.

Heute habe ich mich entschieden,

bei Schermoos zu starten und über die Möltener Kaser zu den Stoanerne Mandlen zu wandern. Das Wetter ist nicht das beste, aber heute muss es sein. Zuerst gehst du durch den Wald hinauf über die Waldgrenze. Auch hier findest du schon einige interessante Merkmale, denn der Weg führt durch eine hohle Gasse, jedenfalls für mich. Sobald du aus dem Wald hinaustrittst, hörst du die Kuhglocken läuten. Hier verbringen viele Tiere ihre Sommerfrische. Du kommst jetzt auf eine Anhöhe, auch Möltner Jöchl genannt. Von hier aus hast du eine wunderschöne Aussicht. Im Norden siehst du die Texelgruppe, im Westen die Ultner Berge, weiter hinten die Trientner Berge. Die Dolomiten grüßen von der südlichen Seite. Außerdem kannst du den Gantkofel gut ausmachen.

So und nun geht es weiter. Auch hier verfalle ich irgendwann in eine Meditation. Und siehe da, ich sehe schon einen Zwerg, der sich an dem Baum festklammert.

Zwerge klettern am Baumstamm hoch und im Wurzelwerk des Baumes ist ihr Zuhause.
Zwerge klettern am Baumstamm hoch und im Wurzelwerk des Baumes ist ihr Zuhause.

Außer dem Läuten der Kuhglocken hörst du keinen Straßenlärm, keine Menschen sind unterwegs, nur ich alleine. Das gefällt mir sehr gut. Immer wieder bleibe ich stehen, um das Panorama zu betrachten. Momentan ist es zwar bewölkt und Nebelschwaden ziehen herauf, jedoch es gibt immer wieder kleine Öffnungen, wo du die Bergwelt erhaschen kannst.

Tief versunken wandere ich bis zur Möltner Kaser. Auf dem Weg bis hierher habe ich schon mal Heidelbeeren genascht, verschiedene Pilze entdeckt und immer wieder Gesichter im Wald oder in den Bergen gesehen. Obwohl ich schon eine Zeit unterwegs bin, fühle ich mich frei.

Ein kurze Einkehr mache ich bei der Möltner Kaser.

http://www.moeltner-kaser.com/de/index.php

Von nun an steigt der Weg an. Jedoch finde ich es immer noch gemütlich zum Laufen. Einfach schön nur schön. Nun siehst du Pferde, Haflinger, die hier weiden. Weiter oben sind dann noch Schafe und Kühe. Diese Tiere grasen friedlich nebeneinander her. Ein harmonisches Zusammensein. Eine Frage taucht kurz auf: Warum geht das eigentlich nicht bei den Menschen, dieses Miteinander?

Nun komme ich doch ins Schwitzen, die Sonne ist ein bisschen durchgekommen und oben kannst du schon die ersten Stoanernen Mandlen sehen. Ich freue mich schon darauf. Und weiter geht‘s. Als ich mich den Stoanerne Mandlen nähere, umhüllen sie sich mit Nebel. Mir kommt vor, ich muss erst die Erlaubnis bekommen, diese Stätte zu betreten. Es ist sehr mystisch.

Jedoch das hält nicht lange an, ich schreite in diesen Kreis hinein und siehe da, der Nebel hebt sich und du siehst in der Ferne wieder die Sonne scheinen. Ifinger erstrahlt in der Sonne und du siehst jetzt weit in den Osten von Südtirol hinein.

Nun kann ich mich stärken. Ich such mir ein windstilles Plätzchen, lass zuerst die Energie wirken und komme an. Ach welch herrliches Gefühl.

Mir kommt es hier vor, als ob ich mich in einer anderen Welt befinde.

Überall türmen sich Steinhaufen auf, einmal sind sie kleiner, einmal erreichen sie ein bestimmte Größe. Man könnte fast meinen, sie sind voller Leben und wollen etwas mitteilen.

Außerdem ziehen sich dies stoanernen Mandlen über den ganzen Hügel. Manche sind wie ein Kreis angelegt, dort findest du eine Feuerstelle. Was ich mich erinnern kann, finden hier in der Walburgisnacht immer noch Rituale statt. Ich selbst habe nie daran teilgenommen, habe aber schon davon gelesen. Also ist das heute noch ein Kultplatz für Hexe.

Nach einer Pause und einer kleinen Meditation steige ich wieder hinunter zur Möltner Kaser. Von dort gehe ich, um nicht den gleichen Weg zurück zu laufen zum Jenesiener Jöchl. Ab da wandere ich den Wald entlang und es ist herrlich, nochmals den Blick zu den Dolomiten zu werfen.

Obwohl ich einige Stunden unterwegs war, bin ich einfach nur glücklich und angefüllt mit Energie. Solche Wanderungen könnte ich öfters machen. Es gibt ja noch ein paar solche Kultstätten. Da fällt mir einfach nur die Bletterbachschlucht ein, schau dir doch auch diesen Artikel an.

Zum Schluss gönne ich mir noch ein gutes Essen beim Restaurant Langfenn. Beim Gasthaus steht auch eine alte Kirche. Manchmal denke ich, was haben die Menschen sich gedacht, in dieser Höhe eine Kirche zu bauen. Auch hier hast du nochmals eine gigantische Sicht zu den Dolomiten.

Nun ist es aber genug für heute. Warst du schon mal bei den Stoanernen Mandlen? Erzähl mal, wie es dir gefallen hat.


Christina Pircher

Christina Pircher ist mein Name. Mein bisheriges Leben war ein wunderschöner Lernprozess. Alles was im Leben zu mir gekommen ist, hat meiner Entwicklung gedient. Den Weg, den ich beschritten habe, wurde mit viel Freude und vielen Wundern belohnt. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

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