Am Weißhorn beginnt die Bletterbachschlucht, auch Canyon von Südtirol bekannt.

Heu­te neh­me ich dich auf eine beson­de­re Wan­de­rung mit.

Bletterbachschlucht — der Canyon in Südtirol

Die­se Schlucht fin­dest du in Ald­ein, Süd­ti­rol. Du hast zwei Mög­lich­kei­ten in die­sen Can­yon ein­zu­stei­gen. Ein­mal beim Geo­parc Blet­ter­bach in Ald­ein oder in Rad­ein. Das ist der Blet­ter­bach

Dort durch­wan­derst du Mil­lio­nen­jah­re Erd­ge­schich­te in der Blet­ter­bach­schlucht, auch Can­yon von Süd­ti­rol genannt.

Hier fin­dest du Infor­ma­tio­nen über den Geo­park.

https://www.bletterbach.info/
https://www.bletterbach.info/
Hier fin­dest du sehr inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen über die Blet­ter­bach­schlucht und den Geo­parc in Ald­ein — Rad­ein Süd­ti­rol

Als ich von die­sem Can­yon erfah­ren habe, war er noch nicht tou­ris­tisch erschlos­sen. Damals war das noch ein Geheim­tip.

Bei mei­ner aller­ers­ten Wan­de­rung vor unge­fähr 20 Jah­ren war ich mit einer Grup­pe unter­wegs, das Wet­ter war schön und sehr heiß. Jedoch es dau­er­te nicht lan­ge und es zogen Gewit­ter­wol­ken auf. Damals gab es nur eine Mög­lich­keit, die Schlucht wie­der zu ver­las­sen, wir muss­ten den glei­chen Weg zurück­zu­ge­hen. Als es anfing zu reg­nen, muss­ten wir uns beei­len die Blet­ter­bach­schlucht zu ver­las­sen. An der schmals­ten Stel­le füll­te sich die Schlucht sehr schnell mit Was­ser. Durch­nässt aber glück­lich ver­lie­ßen wir die Blet­ter­bach­schlucht.

Durch die­ses Erleb­nis hat mich, von die­ser Zeit an, die­se Schlucht fas­zi­niert und in ihren Bann geschla­gen.

Vie­le Wan­de­run­gen habe ich dort gemacht. Es war immer sehr aben­teu­er­lich. Damals gab es ganz hin­ten bei der Schlucht noch Eisen­trep­pen um auf den obe­ren Abschnitt der Schlucht zu kom­men. Dort konn­test du dann wei­ter­wan­dern.

Heu­te gibt es wie du auf den Bil­dern erken­nen kannst, dort kein Wei­ter­kom­men mehr. Vor eini­gen Jah­ren ist die gesam­te Plat­te abge­bro­chen und wo die Trep­pe hoch ging, gab es einen rie­si­gen Erd­rutsch.

Was mich an die­ser Wan­de­rung so beein­druckt, ist das durch­wan­dern von eini­ge Mil­lio­nen Jah­ren. Die­se Wän­de bestehen schon seit 260 Mil­lio­nen Jah­re und haben sich bis heu­te nicht geän­dert. Außer dass ein klei­ner Bach sie immer wei­ter aus­hölt und noch mehr Erd­schich­ten zu Tage bringt. Mir kommst vor, du tauchst in den inners­ten Erd­kern ein und arbei­test dich durch das Wan­dern her­aus bis zur heu­ti­gen Zeit.

Was auch noch inter­es­sant ist, dass sich Süd­ti­rol frü­her ein­mal am Äqua­tor befun­den hat. Eben­so waren frü­her die Dolo­mi­ten ein Meer. Dies bezeu­gen heu­te noch Fos­si­li­en, die in der Blet­ter­bach­schlucht gefun­den wer­den. Eben­so kannst du dort Krei­de sam­meln.

Was ist das Besondere dieser Schlucht?

Das Beson­de­re der Blet­ter­bach­schlucht oder der Can­yon von Süd­ti­rol ist, du steigst erst von oben in die Schlucht hin­un­ter. Dabei fin­dest du über­all Gesich­ter, Tie­re, Zeich­nun­gen, als ob sich eine ande­re Welt auf­tun wür­de. Eine mys­ti­sche Welt. Mir scheint es, als ob ich aus den Tie­fen der Erde in die Gegen­wart gehe. Das beein­druckt mich tief. Bei der letz­ten Wan­de­rung habe ich fest­ge­stellt, dass manch­mal Fel­sen wie Dino­sau­rie­re aus­se­hen. Eben Tie­re, die vor lan­ger Zeit auch die­sen Teil der Erde bevöl­kert haben.

Eben­so bin ich immer wie­der fas­zi­niert, wie sich die­se Schlucht von einem Moment auf den ande­ren ändert. Vor zwei Mona­ten habe ich sie besucht, da war der Fluss­lauf, wenn du in die Schlucht gewan­dert bist, am rech­ten Rand. Die­ses Mal jedoch ver­lief das Bach­bett an der lin­ken Sei­te. Bei mei­nem Besuch am letz­tes Wochen­en­de habe ich fest­ge­stellt, dass eini­ge Fel­sen abge­bro­chen sind und du den Weg teil­wei­se schlech­ter pas­sie­ren konn­test. Außer­dem hat­te es die letz­te Zeit des Öfte­ren gereg­net, des­halb ändert sich die Schlucht stän­dig. Das hat auch dazu geführt, dass erst vor Kur­zem wie­der neue Fun­de gemacht wur­den.

Was ist noch wichtig zu wissen?

In die Schlucht darfst du nur mit Sturz­helm und fes­ten Schuh­werk abstei­gen. Den Sturz­helm kannst du am Info­stand des Geo­par­kes aus­lei­hen. Am Park­platz bezahlst du Ein­tritt und Park­platz­ge­büh­ren. Pro Per­son kos­tet es die­ses Jahr 6 €.

Chris­ti­na mit Sturz­helm

Jetzt habe ich doch noch etwas ver­ges­sen: Um die Schlucht über einen ande­ren Weg zu ver­las­sen, musst du über Trep­pen wie­der von der Tal­soh­le hin­auf wan­dern. Lei­der sind die­se Trep­pen sehr ungleich­mä­ßig und es kos­tet viel Kraft, die­se zu erklim­men. Einen guten Rat hät­te ich parat: Gehe es lang­sam an, genie­ße noch­mals die Aus­sicht in die Schlucht, in der Fer­ne kannst du ande­re Gebir­ge sehen. Außer­dem fin­dest du Infor­ma­ti­ons­ta­fel, wel­che Tie­re hier leben. Zum Aus­ru­hen sind ver­ein­zelt Bän­ke auf­ge­stellt.

Wenn die Wan­de­rung zu kurz ist, dau­ert unge­fähr 2 Stun­den, kann du noch wei­ter­wan­dern bis zum Tal­schluss oder den obe­ren Teil der Schlucht Rich­tung Rad­ein lau­fen. Dann befin­dest du dich auf der Abbruch­stel­le des Was­ser­falls.

Lass dich inspi­rie­ren von den Wan­der­vor­schlä­gen. Jede Wan­de­rung ermög­licht es dir die­se mil­lio­nen­al­te Schlucht zu erkun­den und zu ent­de­cken. Wün­sche dir eine schö­ne Wan­de­rung.

Diese Wanderung eignet sich sehr gut für eine Meditation.

Hier kannst du auf­tan­ken. Gehe ein­fach mit offe­nen Her­zen durch die­se mys­ti­sche Schlucht. Du kannst auch eine Ver­bin­dung zu ande­ren Can­yon die­ser Welt her­stel­len. Sicher bist du begeis­tert, wel­che Geschich­ten dir erzählt wer­den. Also Herz auf, Ohren auf und lass dei­ne Gedan­ken zie­hen. Kre­iere dir dei­ne Medi­ta­ti­on und lass mich teil­ha­ben, an dei­nen Erfah­run­gen.

Schrei­be mir, wenn du die­sen Can­yon besucht hast und erzäh­le dei­ne Geschich­te.

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