Oberkaser – Taufenscharte – Mutspitze – Mutkopf – Talbauer – Tirol

Nachdem ich schon im Sommer über meine Herzenswanderung Pfelders – Spronserjoch – Schwarzkopf – Spronser Seenplatte – Oberkaser geschrieben habe, erzähle ich dir nun, wie du von der Oberkaser – Taufenscharte – Mutspitze – Talbauer – Tirol wandern kannst und was dich dort alles erwartet.

2. Teil meiner Herzenswanderung

Diese Wanderung Oberkaser – Mutspitze – Talbauer – Tirol ist ebenfalls eine besondere Wanderungen, denn dir werden einige Kuriositäten begegnen.

Nachdem ich die Nacht auf der Oberkaser verbracht habe, gibt es ein köstliches Frühstück. Meine Stärkung für die Wanderung über die Taufenscharte zur Mutspitze.

Nachdem ich mich verabschiedet habe, wende ich mich hin zum Kasersee. Beim Abfluss des Spronserbaches überquere ich diesen. Nun habe ich mich anders besonnen und werden nun auch noch den Fischpichl mitnehmen. Dieser steht in der Mitte des Spronsertales und schützt die Seen, Pfitschsee und Kasersee. Heute ist ein wunderschöner Tag. Blauer Himmel und die Sonne kriecht schon herauf. Die Fernsicht ist überwältigend.

Deshalb noch einen Abstecher auf den Fischpichl. Es ist nicht weit bis zum Wetterkreuz. Unter mir dehnt sich das Spronsertal, gegenüber steht der Ifinger und in der Ferne grüßen die Dolomiten. Weiter unten steht die Unterkaser und die Bockerhütte. Heute werde ich jedoch nicht ins Tal absteigen, obwohl die „Tiroler“ nicht den Jagersteig nehmen, um nach Tirol zu kommen.

Da ich aber mich entschieden habe über die Taufenscharte zur Mutspitze zu wandern, werde ich den Jagersteig (Tiroler Dialekt) bis zur Abzweigung hinauf zur Scharte nehmen .

Gerade noch schaue ich auf die Berge, die dieses Tal säumen. Auf der linken Seite ist der Hahnenkamm mit der Hochwart und rechts siehst du schon ganz vorne die Mutspitze. Und da will ich heute hin. Einen Moment verweile ich noch und gehe dann quer feldein zum Pfitschsee.

Nochmals wende ich mich der Oberkaser zu und verabschiede mich von ihr. Dieses Jahr werde ich wohl nicht mehr hierher kommen. Da ich diese Wanderung nur einmall im Jahr mache, sauge ich alle Eindrücke, Wahrnehmungen in mir auf. Nun habe ich den See erreicht und gehe auf das Pfitschjoch zu.

Hier gibt es etwas besonderes:

Schalenstein

Diese einmaligen Felsenplatten findest du in ganz Südtirol. Man nimmt an, dass es sich hier um ein Opferplatz gehandelt hat. Man sagt dazu auch Schatzplatte. Auch hier verweile ich kurz, denn es beeindruckt mich immer wieder.

https://www.astronomie.de/astronomische-fachgebiete/archaeoastronomie/astronomie-in-suedtirol/

Nun stehe ich am Pfitschjöchl und werde mit einer Weitsicht belohnt, für dich immer wieder dankbar bin.

Zuerst steige ich ein bisschen den schmalen Weg ab bis zu einem Brunnen, dort zweigt der Weg zur Taufenscharte ab. Zuerst gehe ich über Wiesen und irgendwann befinde ich mich mitten in einem Gröllfeld. Bald habe ich es geschafft und bin bei der Scharte angekommen.

Die Taufenscharte

Hier setzte ich mich kurz hin und genieße nochmals die Aussicht. Ein kleine Stärkung und etwas trinken. Von diesem Anblick bin ich immer wieder überwältigt, denn für mich gibt es kein schöneres und mystischeres Tal als das Spronsertal hinter Dorf Tirol.

Wenn du nicht zur Mutspitze gehen willst, hast du hier die Möglichkeit über die Taufenscharte zur Leiteralm abzusteigen und über den Hans-Frieden-Weg zur Hochmuth wandern. Von dieser Seite hast du noch einmal eine andere Sicht bis weit in den Vinschgau hinein. Besonders zeigt sich die Zielspitze, der Tschigat, weiter hinten das schneebedeckte Hasenöhrl.

Mein Weg führt mich jedoch zur Mutspitze. Ich finde es immer einfach von dieser Seite zur Spitze zu gehen, denn von der Hochmuth aus ist es ein richtige Mutprobe.

Nun nehme ich aber den Weg, der links abbiegt. Dieser Weg ist schmal und du solltest schwindelfrei sein. Jetzt fällt zu deiner linken Seite der Berg ab in Spronsertal rechtsgehen teilweise steile Wände hoch. Oder der Weg führt über den Grad. Nach einiger Zeit kommst du auf ein Eck mit einer Wiese, drehst du dich da nochmals Richtung Oberkaser, siehst du in der Ferne nochmals die zwei Seen.

Ab jetzt wird es schwieriger. Von nun an gehst du mehr im Geröll, teilweise steigst du an Ketten hoch, ein bisschen Klettern ist auch dabei. Jedoch diesen Weg finde ich besser für die Besteigung der Mutspitze. Es gehört einfach Mut dazu um diese Spitze zu erklimmen.

Da entdeckst du irgendwann eine Henne auf dem Grad sitzen. Oder eine Felswand tut sich vor auf und du siehst den Weg nicht mehr. Dieser führt unterhalb dieser Felsenwand entlang.

Oder gibt es hier etwa noch Dinosaurier? Auch diese kannst du auf diesen Weg in Felsformationen finden.

Jetzt habe ich es bald geschafft, noch über einige Felsen geklettert und ich stehe am Gipfelkreuz. Geschafft.

Die Mutspitze (2292)

Jedesmal überkommt mich eine Ehrfurcht, hier zu stehen. Im Schatten eines Felsbrocken lasse ich mich nieder und genieße die Aussicht. Hier zu sitzen ist ein Genuß. Die Weite spüren und dankbar zu sein für dieses Geschenk.

Natürlich muss ich mich noch im Gipfelbuch verewigen. Irgendwann entscheide ich mich weiterzugehen. Von nun an geht es bergab, im wahrsten Sinne des Wortes. Serpentinen führen, heute leider teilweise gepflastert, hinunter über den Grad. Das geht ganz schön in die Oberschenkel und Kniee.

Immer wieder lege ich eine kurze Rast ein. Denn heute habe ich mir ja vorgenommen, bis nach Dorf Tirol abzusteigen. Das wären dann ungefähr ein Höhenunterschied von 1800 m.

Wo es geht, setze ich mich in die Wiese und genieße es, einfach nur zu schauen und zu stauen, welch wunderschönes Land sich vor mir ausbreitet. Umgeben von den Berggipfel könnte ich jedesmal in Freudentränen ausbrechen, so tief werde ich berührt. Hierbei komme ich oft in einen meditativen Zustand. Immer weiter wandere ich so bis ich zum Mutkopf komme. Dort trinke ich etwas und ruhe mich wieder aus.

Jetzt folgt der nächste Abschnitt:

Vom Mutkopf zum Talbauer

Der Mutkopf hat eine besondere Geschichte. Man nimmt an, dass dort vor langer Zeit eine Zwergenburg gestanden ist. Zwar wird noch heute von den Nörgelen gesprochen. Wurde sogar mal gefragt, ob ich denn keine Angst hätte, mich alleine in den Wald aufzuhalten. Da mußte ich doch herzlich darüber lachen, denn diese Wesen beschützen mich ja und machmal bekommen sie von mir eine Belohnung dafür. Ihren überalles geliebten Tabak und die Nüsse dazu.

Hier findest du nun mehr zur Geschichte vom Mutkopf hoch über Dorf Tirol.

Beschreibung Geschichte des Mutkopfes

Heute nehme ich mir die Zeit und gehe bis zu dem Platz, wo früher die Burg gestanden haben soll. Ich setze mich hin und unterhalte mich mit den Zwergen. Sie haben viel zu erzählen. An diesem Ort fühle ich mich sehr wohl. Ich sehe sie herumflitzen und ihre Streiche spielen. Wirklich ein sehr mystischer Ort. Doch das alles aufzuschreiben, wäre zu lang, deshalb wird es bald über die Zwerge und anderen Naturwesen einen Artikel geben.

Nun geht es weiter und bist du aufmerksam, dann fällt dir auf, dass sich die Energie in diesem Waldstück immer wieder ändert. Manchmal ist sie luftig, manchmal wird es heller, dann geht es wieder durch ein Stück dunklen Wald. Beschäftigst du dich mit den Naturwesen, wirst du erkennen, welches Reich sich gerade vor dir auftut. In diesem Wegabschnitt findest du noch Elfen, Feen, Waldgeister, Gnome und natürlich die Könige dieses Waldes: Die Zwerge oder wie wir Tiroler sagen, die Nörggelen.

Und so wandere ich durch diesen Wald beab zum Talbauer. Auch hier mache ich noch eine kurze Rast, setze mich auf eine Bank und lasse mich nochmals von der Aussicht beeindrucken.

Nun kommt der letzte Abschnitt.

Talbauer – Dorf Tirol

https://www.talbauer.it

Hier kannst du auswählen, welchen Weg du nimmst. Du kannst gemütlich der Straße entlang gehen, oder den normalen Weg über Tiroler Kreuz nach Dorf Tirol. Ich wähle den alten Muterweg, der zwar auch nochmals steil ist, jedoch ich will endlich an mein Ziel kommen, mein Elternhaus.

Auch diesen Abschnitt meiner Wanderung würde ich als ein Paradies für Naturwesen benennen. Hier huschen sie auch durch die Bäime, zupfen mich an den Haaren, fächeln mir Wind zu, damit ich mich abkühlen kann. Oder an meinen Ohren erklingen herrliche himmlische Töne und somit wird mir das Gehen leichter gemacht.

Bald habe ich es geschafft, nochmals eine kurze Rast am Waldesrand. Vor mir liegt Dorf Tirol. Eines möchte ich noch erledigen. Der Besuch bei meinem Kraftplatz. Dieser ist mir heilig und ich kehre dort immer ein. Außerdem habe ich eine Verbindung dort hin und kann jederzeit auch bei mir zu Hause auf diese Kraft der Spronserberge zurückgreifen.

Jetzt ist es endlich soweit. Nach einer mehrstündigen Wanderung bin ich gut wieder im Tal angekommen und freue mich jetzt auf ein heißes Bad, damit meine Muskeln sich entspannen können und ich morgen keinen Muskelkater habe. In meinem Elternhaus werde ich noch einige Tage verbringen.

http://www.haus-waldfrieden.it/

Hat dir diese Route gefallen, so schreibe mir doch einen Kommentar dazu. Vielleicht bist du ja zur gleichen Zeit auf diesem Weg unterwegs und wir gehen ihn ein Stück gemeinsam.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.